Neues Fahrzeug - Aktueller Stand

Wir möchten heute kurz über den aktuellen Stand zur Anschaffung des neuen Feuerwehrfahrzeugs für unsere Wehr berichten:

Am 10.09.2014 war die öffentliche Sitzung des Finanz-, Bau- und Umweltausschuss (FBU) in unserem Bürgerhaus. Unter TOP 4 wurde über den aktuellen Stand der Umbaumaßnahme am Feuerwehrgerätehaus gesprochen. Im Sommer 2013 war die HFUK bei uns in Heidekamp und hatte unter anderem die aktuelle Fahrzeughalle bemängelt. Aus diesem Mängelbericht heraus hatte die Gemeinde eine Umbaumaßnahme geplant, die jedoch von der HFUK als unzureichend abgelehnt wurde.

Nun muss die Gemeinde, um den Anforderungen der HFUK gerecht zu werden, mit einem Anbau planen, um eine DIN-gerechte Fahrzeughalle zu erhalten. Die geschätzen Kosten für einen solchen Anbau liegen (laut Kostenaufstellung des Architekten) bei kalkulierten 263.000 Euro. Auf diesen Betrag müsste jetzt noch der eingeplante Kostenblock von 100.000 Euro für das neue Fahrzeug draufgerechnet werden. Was das für die Gemeinde Heidekamp bedeutet, steht wie folgt im Protokoll:

Der Kämmerer des Amtes Nordstormarn sagt aus, dass die Ausgaben der Gemeinde Heidekamp weiterhin höher sind als deren Einnahmen; außerdem seien keine nennenswerten Rücklagen vorhanden, so dass ein Anbau über Kredit finanziert werden müsste.

Aus diesem Grund wurde die Beschaffung eines neuen Fahrzeugs erstmal gestoppt. Wenn die Gemeindevertretung beschlossen hat, wie und ob ein solcher Anbau finanziell gemeistert werden soll, erst dann wird auch darüber entschieden, ob und wann es ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr geben wird.

Auf der Sitzung der Gemeindevertretung am 16.09.2014 wurde das Thema Anbau noch einmal genauer besprochen und der Architekt dazu angehört. Sobald das Protokoll online ist, werden wir einen Link nachreichen und diesen Bericht um diese Sitzung erweitern.

Hier das Protokoll der Sitzung des FBU: Protokoll der FBU-Sitzung am 10.09.2014

Die nächsten Wochen werden sich die Gemeindevertreter und die Wehrführung damit beschäftigen, Lösungen/Ideen zu entwickeln, um dafür zu sorgen, dass Heidekamp seinen finanziellen Gestaltungsspielraum in den nächsten Jahrzehnten behalten kann und den Anforderungen der HFUK entsprochen werden kann.

Nachtrag vom 26.09.2014:

Da nun auch das Protokoll der Sitzung der Gemeindevertretung vom 16.09.2014 online ist, möchten wir unseren Bericht ergänzen:

Der Architekt stellte an diesem Abend seine Idee eines Anbaus vor. Dieser soll in 2 Bauabschnitten entstehen. So soll, wenn man vom Schulsteig aus auf das Bürgerhaus schaut an der linken Seite die neue Garage angebaut werden. Mittels eines Flurs wird dieser Anbau mit dem Bürgerhaus verbunden. Zudem wird es zu einigen Umbaumaßnahmen im Bürgerhaus kommen und die Außenanlagen werden auch entsprechend angepasst. Dies alles ist der erst Bauabschnitt.
Der 2. Bauabschnitt sieht dann einen Anbau von weiteren Umkleidekabinen, getrennt nach Geschlechtern, vor.

Die Gesamtkosten für den 1. Bauabschnitt liegen bei 263.000 Euro brutto. Für den 2. Bauabschnitt kommen nochmal weitere 120.000 Euro hinzu.
Zusätzlich kommen noch Kosten für Ausstattung und Inventar dazu. Außerdem ist könnte es sein, dass die aktuelle Heizanlage des Bürgerhauses zu klein ist, um den Anbau mitzuheizen.

Das heißt, für den kompletten Anbau benötigt die Gemeinde Heidekamp 383.000 Euro + x Euro für Ausstattung, Inventar und ggf. eine neue Heizanlage.

Zusätzlich kommen da noch die ca. 100.000 Euro für die Anschaffung des neuen Feuerwehrfahrzeugs hinzu, sodass hier ein Gesamtbetrag von einer knappen halben Million Euro im Raum steht (480.000 Euro). Eindeutig eine Summe, die Heidekamp aus eigenen Mitteln niemals stemmen kann.

Im weiteren Verlauf dieses Tagesordnungspunkts ging es um den Betrag von 363.000 Euro (1. Bauabschnitt und neues Feuerwehrfahrzeug), da der 2. Bauabschnitt vom Architekten mehr also Option für die Zukunft angesehen wird und auch entsprechend vom Gremium behandelt wurde.

Eine mögliche Finanzierung des ersten Bauabschnitts wurde seitens des Kämmerers ein erster Vorschlag (Kreditaufnahme mit einer Laufzeit von 25 Jahren) ausgearbeitet:
Sollen Zinsen und Tilgung über die Grundsteuern A und B abgedeckt werden, müssten diese auf 360 % und nach 10 Jahren auf 370 % angehoben werden.

Bei einem solchen Szenario ist es wichtig zu wissen, dass dann keine Rücklagen mehr existieren (aktuell liegt diese bei ca. 234.000 Euro). Sollte dann in Heidekamp etwas gemacht werden, wären keine Gelder mehr da, um das zu finanzieren.

Zum Ende war sich die GV einig, dass hier noch weiter geprüft und nach weiteren Lösungsmöglichkeiten gesucht werden muss. Der Bürgermeister teilte dann noch mit, dass er als einen ersten Schritt ein Gespräch mit dem Vorstand der HFUK, dem Kreisbrandmeister und dem Amtsdirektor führen möchte.

Da es sich um einen mündlichen Sachstandsbericht handelte gab es keinen Beschluß seitens der Gemeindeverteter. Klar ist nur, dass jetzt alle Beteiligten nach Lösungen suchen, die finanzierbar sein müssen, wenn neben der Feuerwehr auch der finanzielle Gestaltungsspielraum der Gemeinde erhalten bleiben soll.

Protokoll der Gemeindesitzung: Protokoll der Gemeindevertretersitzung vom 16.09.2014